Tageszeitung „Der Patriot“ vom 24. März 2025 / Sarah Bsdurek
Über Medizinbälle balancieren, durch Mattentunnel kriechen, Fußball oder Tischtennis spielen – all das konnten Kinder bei der Aktion Abenteuerland Turnhalle, zu der die Sekundarschule Hugo Stern, das Friedrich-Spee-Gymnasium und der Stadtsportverband Rüthen eingeladen hatten.
Schon in der ersten halben Stunde waren rund 40 Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern in die Dreifachturnhalle am Schlangenpfad gekommen, wo unter anderem ein Bewegungsparcours mit verschiedenen Sportelementen aufgebaut war. Betreut wurden die Stationen von den Sporthelfern der Schulen. Und auch Vereine wie der SuS Oestereiden oder der TTV Kneblinghausen waren mit Angeboten vor Ort.
Entstanden ist dieses Angebot im Rahmen eines Rüthener Sportgesprächs, an dem Schulen und Vereine teilgenommen haben, sagte Heinfried Lichte, Schulleiter des Gymnasiums. „Im Januar hat es den ersten Aufschlag gegeben. In unregelmäßigem Rhythmus soll es übers Jahr verteilt noch zwei bis drei weitere Gespräche geben, um die Schnittmenge zwischen Schulen und Vereinen zu vergrößern“, erklärte er. Grundlage der Gespräche solle immer Sport sein, aber themenoffen nach Interessen- und Bedarfslage.
So könnte es beispielsweise auch mal eine Podiumsdiskussion oder Erfahrungsberichte geben. „Die Sportinfrastruktur in Rüthen und den Ortsteilen ist schon sehr gut“, sagte Lichte. Durch die Kooperation der Schulen mit den Vereinen könnte aber auch „das Sportspektrum verändert werden, je nach Trend. Vor ein paar Jahren hatten wir zum Beispiel mal Federfußball hier“, ergänzte Stadtsportverbandsvorsitzender Hans-Josef Wessel.
Ein weiterer Vorteil der Rüthener Sportgespräche: Die Sporthelfer, die an der Sekundarschule und am Gymnasium ausgebildet werden, können in den Vereinen mitarbeiten, wo es oft an helfenden Händen fehlt. „Die sind sehr verbindlich und zuverlässig, das ist klasse“, waren sich die Sporthelferausbilder Christina Bathe (Sekundarschule) und Tobias Neumann (Gymnasium) einig. „Und durch solche Aktionen wie heute lernen sie Verantwortung zu übernehmen“, sagte Neumann.
Mit der Aktion Abenteuerland Turnhalle „haben wir ein Pilotprojekt gestartet, das es hier im Umkreis so noch nicht gegeben hat“, sagte Lichte. Je nach Resonanz und Nachfrage könne die Aktion wiederholt werden, zunächst sollten aber erst mal Erfahrungen gesammelt werden.
„Die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen ist für alle eine Win-win-Situation. Die Schüler sammeln fachliche Kompetenzen und können sich sozial engagieren und die Vereine bekommen mehr Unterstützung“, fasste Wessel die Sportgespräche und daraus resultierenden Projekte zusammen.
Fotos:Tobias Neumann (FSG)











