Maßnahmen

"Europa braucht so schnell wie möglich wirkungsvolle und einheitliche Gesetze im Kampf gegen Doping." Das hat die für Sport zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding jetzt bei einer Sportministerkonferenz in Brüssel gefordert. Bis zu den Olympischen Sommerspielen von Athen im Jahr 2004 will die EU das "Null-Toleranz-Prinzip" für unerlaubte Substanzen europaweit umsetzen.

>> Es gibt kein einheitliches Dopinggesetz in Europa <<

Als Gastgeber vieler sportlicher Großereignisse wollen die Europäer in den nächsten Jahren neue Maßstäbe im Kampf gegen Doping setzen.

Nach Einschätzung der EU-Kommission müssen Aufklärung und Prävention bereits bei Kindern ansetzen. Verschiedene Untersuchungen zeigten, dass erste Erfahrungen mit Dopingsubstanzen häufig zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr gemacht worden sind. In Zusammenarbeit mit dem IOC will die Europäische Kommission das Jahr 2004 zum "Europäischen Jahr der Sporterziehung" erklären.

Die Maßnahmen sind leider von Natur aus sehr beschränkt.
Neu ist das Engagement auf dem Gebiet der Präventiven, also der vorbeugenden Maßnahmen.
In meinem Projektvortrag wurde ein Ausschnitt der Rede von Dr. Don Catlin (IOC-Vorsitzende) gezeigt.
Sie kritisiert den Mangel an Informationen was das Thema Doping angeht. Gerade bei den hohen Risiken muss mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, so der O-Ton ihrer Rede.

Durch Werbung mit sportlichen Persönlichkeiten versucht man ein breites Publikum zu erreichen und auf das Thema Doping aufmerksam zu machen.
Gleichzeitig versucht man auf der anderen Seite mit härteren Tests und Strafen, Sportler vor dem Doping abhalten zu können.

"Unangemeldete Tests sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Kampagne gegen Doping und verbunden mit Epo-Tests erst recht. Die IAAF sendet damit eine starke Botschaft an Betrüger"
(Arne Ljungqvist, Vorsitzende der Medizinischen Kommission der IAAF)

Eigene Meinung

Meiner Meinung nach, verlaufen sich viele Maßnahmen und können ihre Wirkung nicht vollständig entfalten.
Die hier gezeigten Kampagnen machen zwar auf das Thema aufmerksam, bieten aber keine zusätzlichen Informationen. Mich persönlich hat bis heute noch keine Kampagne konkret aufmerksam gemacht!
Großer Nachteil ist, dass ein hohes Maß an Eigeninitiative beim Rezipienten vorausgesetzt wird. Man muss sich aktiv über Doping informieren, die Kampagnen wecken im Idealfall nur Interesse.

Mit Aufklärung und härteren Strafen kann man vielleicht eine geringe Zahl an potentiellen Doping-Sündern erreichen, leider gibt es aber zu wenig Möglichkeiten das Problem an "der Wurzel zu packen".
Zum Einen existieren viele Quellen, die oft mißverständlich oder gar falsch sind, zum Anderen sind die Kampagnen nicht sehr wirkungsvoll, weil nicht glaubhaft. (Viele der Sportler wurden selber in Dopingfälle verwickelt)

Gegen das größte Problem des Dopings, die "Bodybuilder-Szene", scheint es so gut wie überhaupt keine Maßnahmen zu geben. Aufklärung ist hier wirkungslos, denn offenbar ist der "Kollege und Gleichgesinnte" vertrauenswürdiger als die Wissenschaft.

Im Kontrast dazu sind Eigendarstellungen, wie auf der Internetseite von Jörg Börjesson zu finden, gut aufgebaut.
Der ehemalige Bodybuilder hat selber verbotene Muskelaufbaupräparate zu sich genommen und leidet bis heute unter den schweren Folgen. www.doping-frei.de

Anti-Doping-Kampagnen


Video-Quelle:playclean.org/media_spots