Anabolika

Der Nachweis der Einnahme von Anabolika ist schwierig, da diese nur während des Trainings zugeführt und rechtzeitig vor dem Wettkampf abgesetzt werden. Wegen der zunehmend verfeinerten Nachweismethoden auch nach Absetzen der Anabolika wird teilweise auf Testosteronpräparate ausgewichen. Auch deren Einnahme ist verboten, sie kann durch die Veränderung der Testosteronmetabolite wahrscheinlich gemacht werden. Das durch gentechnologische Verfahren zunehmend verfügbare Somatotropin ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht geeignet, die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern. Darüber hinaus führt die Einnahme zu einer erheblichen gesundheitlichen Gefährdung (Entwicklung von Riesenwuchs, Gefäßvergrößerung u.a.).

Die Einnahme von Anabolika durch Athleten geschieht häufig in Unkenntnis oder Missachtung der gesundheitlichen Gefährdung. Eine regelmäßige, in Abständen zu wiederholende Aufklärung, die generell zur Verhinderung des Dopings zu fordern ist, bezieht sich daher ganz besonders auf die Anabolika. Gesundheitliche Gefährdungen sind vor allem in folgenden Bereichen möglich: Wachstumsstop bei Jugendlichen, Leberschädigungen bis hin zum Leberkarzinom (Krebs), Vermännlichung bei Frauen, Hemmung der Spermaproduktion beim Mann, psychische Veränderungen etc.


Quelle: doping-frei.de