
Einleitung
Doping - Spitzensport als gesellschaftliches
Problem?
Sport hat nicht nur gesundheitlichen,
sondern auch einen enormen sozialen Nutzen.
Für viele Menschen ist der Verein so etwas
wie eine Sozialstation. Ältere Menschen
knüpfen und erhalten Kontakte, ausländische
Mitbürger finden Zugang zur Kultur, und
Kinder und Jugendliche gewinnen positive Vorbilder.
DSB-Präsident
Manfred von Richthofen
Der positive Nutzen aufgrund von psychologischen
sowie sozialen und gesundheitlichen Aspekten
ist unumstritten. Dem Sport kommt ein großer
Stellenwert in der Sportmedizin und -Therapie
zu.
Wieso kommen vermehrt Dopingfälle
an die Öffentlichkeit? Welche Risiken entstehen
durch die Einnahme der verbotenen Mittel? Ist
Doping auf ein gesellschaftliches Problem zurück
zu führen?
Diese Fragen sollen mit Hauptaugenmerk auf
Gefahren denen man sich durch Doping aussetzt
untersucht werden.
Definition
von Doping
Mißbrauch von Arzneimitteln
im Sport, durch Athleten zur Verbesserung
der sportlichen Leistung.
Arten des Dopings
1. Kurzfristig wirkende Mittel
2. Langfristig wirkende Mittel
3. Blutdoping
Übersicht über
verschiedene Dopingmittel
Man unterscheidet grundsätzlich unter
den verschiedenen Dopingmitteln.
Stimulanzien, Anabole Steroide, Beta-Blocker
...
Aber worin besteht der Unterschied? Es geht
nicht darum, eine umfangreiche Sammlung der
Dopingmittel zu präsentieren, vielmehr
soll ein verständlicher Überblick
der verschiedenen Dopingarten
geschaffen werden.
Die Liste zeigt deutlich, dass Dopingmittel
nicht auf eine spezielle Sportgruppe zielen!
Der Punkt ist sehr wichtig, da viele
Menschen ausschließlich Bereiche wie Kraftsport
und Bodybuilding mit Dopingmitteln in Verbindung
bringen.
So versprechen beispielsweise so genannte
"Beta-Blocker" in Sportarten
wie Golfen bessere Leistung. Die künstlich
gesenkte Herzfrequenz soll mehr Beruhigung
verschaffen.
Determinanten
körperlicher Leistungsfähigkeit
Von welchen Faktoren hängt die körperliche
Leistung im Allgemeinen ab?
Leistungspotenzial
des Menschen
Zum Verständnis ist es wichtig sich zu
verinnerlichen, wie Dopingmittel grundsätzlich
wirken.
Dopingmittel erzeugen keine zusätzlichen
Leistungen, sondern setzten bereits
vorhandene Reserven frei. Diesen Leistungsbereich
("autonom geschützte Reserve")
können Menschen unter Todesangst kurzfristig
erreichen.
Durch die Einnahme von verbotenen Substanzen
gelangen Sportler somit in die geschützte
Reserve, welche naturgemäß nur für
kurze Zeit ausgelegt ist.
Kurze
Geschichte des Dopings
Die Idee des Dopings besteht bereits seit der
Antike. Ständig versuchen Sportler ihre
Leistung zu verbessern um neue Rekorde zu
brechen. Die Versuchung zu Dopingmitteln zu
greifen ist anscheinend zu groß.
Die geschichtliche Entwicklung hängt
eng mit der Entdeckung von Testosteron, dem
männlichen Geschlechtshormon, in den
fünfziger Jahren zusammen.
Der erste bekannte Todesfall ereignete sich
1886 bei einem Radrennen.
"DDR
- Staatsdoping"
Ein ganz finsteres Kapitel sind die Dopingexperimente
mit Kindern in der ehemaligen DDR.
Anabolika
Informationen
"Anabolika wurde als Heilmittel
für Kranke und nicht als Muskelmacher
für Gesunde entwickelt!„
"Selbst
Zehnjährige schlucken Kreatin"
Das Nahrungsergänzungsmittel steht zwar
nicht auf der Dopingliste, ist unter Medizinern
jedoch sehr umstritten, da es keine validen
Daten über Spätschäden gibt.
Das Beispiel soll zeigen, wie niedrig die
Hemmschwelle ist Medikamente zu nehmen, um
sportliche Leistung zu steigern, ohne genau
über die Nebenwirkungen bescheid zu wissen.
(Lesen Sie mehr über Kreatin)
Fallbeispiele
04. Nov 2002
20:27
(FAZ)
15 Monate Dopingsperre für
Ex-Biathlon-Weltmeister
Eine 15-monatige Sperre wurde gegen den ehemaligen
Biathlon-Weltmeister Wadim Saschurin nach einem
positiven Dopingbefund verhängt. Als
Auflage muss der Weißrusse sich an Anti-Doping-Kampagnen
beteiligen.
Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Wadim Saschurin
aus Weißrussland ist nach einem positiven
Dopingbefund unter Auflagen mit einer 15-monatigen
Sperre davongekommen. Der 32 Jahre alte Vizeweltmeister
aus Minsk muss sich in den kommenden Monaten
aktiv an Anti-Doping-Kampagnen beteiligen, um
eine Verlängerung seines Ausschlusses auf
zwei Jahre zu verhindern. Das teilte Generalsekretär
Peter Bayer aus Österreich vom Biathlon-Weltverband
IBU mit.
Saschurin war von der Welt-Anti-Doping-Agentur
(Wada) am 13. September bei einer Trainingskontrolle
in Ramsau/Österreich getestet worden und
durch A- und B-Probe der Einnahme von Abbauprodukten
des anabolen Steroids Nandrolon überführt
worden. Die Sperre läuft rückwirkend
seit dem 13. September. Die IBU will bis September
kommenden Jahres prüfen, ob der Weißrusse
seine Auflagen erfüllt.
In letzter Zeit versucht man die Vorbildfunktion
der Sportler gezielt zu nutzen, um Anti-Doping-Kampagnen
zu starten. Ob kürzlich bekannt gewordene
Dopingsünder glaubhaft wirken, sei dahin
gestellt.
Radprofi
Mike Ellinger: „Ja, ich habe gedopt“
„Da fährst du mit all deinen Vorbildern
zusammen und da möchtest du nicht hinterherfahren.“
„Man muss in seinem Leben auch mal
was riskieren.“
Dopingkontrollen
Wer wird kontrolliert? Wer ist für die
Kontrollen verantwortlich? Wer führt
die Kontrollen durch? Wie sicher sind Laborresultate?
Rahmenrichtlinien
der Dopingkontrollen
Auszug aus den Richtlinien der Mitgliedsorganisationen
im Deutschen Sportbund (DSB) zur Bekämpfung
des Dopings.
Sportler kritisieren die "harten"
und "unmenschlichen Methoden"
der Dopingkontrollen
Doping und
die Gefahren
In diesem Abschnitt soll explizit auf die
Gefahren, die durch Doping verursacht werden
hingewiesen werden.
Nebenwirkungen
Beschaffung
Das Internet spielt bei diesem Punkt eine
zentrale Rolle.
Todesfälle durch Doping
Ein besonders abschreckendes Argument:
Die Einnahme von Dopingmittel kann indirekt
zum Tod führen.
Häufigste Todesursache ist Herzversagen.
Griffith-Joyners Tod
Einer der wohl spektakulärsten
Todesfälle ist der, von Weltrekordträgerin
im 100m Sprint, "Griffith-Joyner."
Dieser Todesfall rief heiße Diskussionen
unter Sportwissenschaftlern hervor. Die gerade
mal 38 Jahre alte Leichathletin starb an einem
Schlaganfall.
Rechtslage
Bis heute gibt es kein Anti-Doping-Gesetz,
d.h. Sportler werden im Falle der Überführung
gesperrt, aber es gibt keine gesetzliche Grundlage
die aussagt, dass Doping ein Strafbestand ist
und als solcher gehandhabt werden muss.
Worin liegen die Gründe für diesen
Missstand? Die Forderungen nach einem
Gesetz sind schon sehr alt.
Maßnahmen
Mich persönlich hat bis heute noch
keine Kampagne konkret aufmerksam gemacht!
"Unangemeldete
Tests sind der Schlüssel für eine
erfolgreiche Kampagne gegen Doping und verbunden
mit Epo-Tests erst recht."
Arne Ljungqvist
Schlussfolgerung
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